Blutegeltherapie

 

Die Blutegeltherapie ist ein sehr altes und traditionell angewandtes Verfahren, das auch als milde Form des Aderlasses bekannt ist. Blutegel werden von Heilpraktikern und Ärzten gleichermaßen eingesetzt. Und obwohl die Wirksamkeit der Blutegeltherapie wissenschaftlich nicht voll anerkannt ist, stützt man sich auf Erfahrung und Beobachtung. Sie wird vor Allem in der Naturheilkunde angewandt. Und dies seit fast 3000 Jahren. Blutegel sollen zur „Entgiftung“ des Körpers beitragen, während gleichzeitig die im Speichel des Egels enthaltenen Substanzen blutgerinnungshemmend, antithrombotisch, gefäßkrampflösend und lymphstrombeschleunigend wirken.

 

Blutegel werden in speziell dafür vorgesehenen Farmen gezüchtet können aus hygienischen Gründen nur einmal eingesetzt werden. Dies gewährleistet eine sichere Anwendung am Patienten und verhindert Infektionen. Die Blutegeltherapie kann für eine Vielzahl an Beschwerden eingesetzt werden und wirkt oft auch unterstützend .Die positiven Effekte werden  dem aus den Speicheldrüsen der Blutegel isolierten Hirudin zugeschrieben, das sich mit dem Thrombin des Wirtsblutes verbindet. Das Polypeptid Eglin kann Entzündungen und Schmerzen lindern (z. B. bei Arthrose). Hirudin befindet sich beispielsweise auch in Sportsalben.

Blutegeltherapie- eine milde Form des Aderlasses

Bluegeltherapie

 

Diese Substanz hemmt die Blutgerinnung und verhindert so die Bildung von Thrombosen. Es trägt dazu bei, bestehende Thromben aufzulösen. Weiterhin wirkt es gefäß-krampflösend, was eine entstauende Wirkung nach sich zieht. Zudem stärkt Hirudin das körpereigene Immunsystem, indem es die Bildung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) fördert. Medizinische Blutegel sind sehr sensible und geruchsempfindlich, deshalb sollte man die entsprechende Hautpartie etwa drei Tage vor der Behandlung nicht mit Seife waschen oder eincremen.

 

Der  Blutegel wird mit Hilfe einer Pinzette auf den ausgewählten Hautbereich platziert. Dann dringt er mit seinen Zähnchen in die Haut ein und sondert sofort ein betäubendes Sekret ab. Dieser Vorgang ist kaum spürbar und lässt sich ungefähr mit einem Mückenstich vergleichen. Die Behandlung nimmt zwischen 30 und 90 Minuten in Anspruch. In dieser Zeit nimmt ein Blutegel 10 bis 20 ml Blut auf und es kommen in der Regel zwei bis sechs Egel zum Einsatz. Hierdurch kommt es zu einer erwünschten Nachblutung, die die Wunde von etwaigen Keimen befreit. Dies dauert in der Regel nicht länger als 12 Stunden. Die Wunde wird mit einem sterilen Verband versorgt.

 

Ob die Blutegeltherapie auch für Sie geeignet ist, können Sie in einem unverbindlichen Gespräch erfahren.